Achtsamkeit

Achtsamkeit

achtsamkeit bedeutet im hier und jetzt zu sein und zwar nicht nur  körperlich, sondern auch mental. das ist für die meisten menschen kein  normalzustand. viele hängen mit ihren gedanken entweder in der  vergangenheit fest, beschäftigen sich mit sorgen oder denken über die  zukunft nach. dieses denken ist meist von der hoffnung begleitet, dass  sich irgendwann ein zufriedener zustand einstellen wird.

ein achtsamer  mensch hingegen achtet auf den moment, ohne ihn jedoch zu bewerten. das  ist der zweite entscheidende aspekt der achtsamkeit. wir neigen dazu,  alles permanent zu bewerten.

achtsam sein bedeutet, diese bewertung sein zu lassen und sich auf das zu konzentrieren, was gerade außerhalb der  gedanken ist. eine einfache übung dazu ist, sich auf den atem zu  konzentrieren und dadurch distanz zu den gedanken zu schaffen…
(übernommen aus planet-wissen)

achtsamkeit ist kein konsumprodukt. es gehört nicht in „unsere realität“. deshalb fällt es so vielen schwer, sich überhaupt innerlich diesem begriff zu nähern.

achtsamkeit ist nichts, dass man mal eben so mitnehmen kann. man muß sie sich erarbeiten; und erst nach wochen und monaten und jahren wird man erkennen, welche bereicherung im täglichen leben stattgefunden hat.

In diesem Video wird erklärt, was man unter Achtsamkeit eigentlich versteht – oder auch verstehen könnte…

Jon Kabat-Zinn: Achtsamkeit – die neue Glücksformel? | SRF Sternstunde Philosophie (14.2.2016)

achtsamkeit ist auch ein wichtiger bestandteil des buddhismus. ich möchte hier noch einmal nachdrücklich darauf hinweisen, daß buddhismus im grunde keine „religion“ ist. im buddhismus gibt es keinen „gott“. demzufolge wartet „da oben“ auch niemand, der dich belohnt oder bestraft. für deinen weg bist du selbst verantwortlich. die „lehrer“ auf diesem weg zeigen dir lediglich, worauf du achten sollst.

Von Achtsamkeit wird allenthalben geredet, Meditation und Yoga gelten als neue Wundermittel gegen Stress. Doch was ist das eigentlich? Die Jahrtausende alte Tradition des Zen-Buddhismus ist nicht erst in unsere Filterblase geschwappt, seitdem es Apps dafür gibt. Schon Schopenhauer oder Hermann Hesse beschäftigten sich mit Meditation, und natürlich gaben die Beat-Generation und die Hippie-Zeit dem Ganzen einen ordentlichen Schubs – mit allem esoterischen Geschwurbel, was sich drum herum entwickelte.

(Begleittext YouTube-Video)

Achtsamkeit (englisch mindfulness) ist ein Zustand von Geistesgegenwart, in dem ein Mensch hellwach die gegenwärtige Verfasstheit seiner direkten Umwelt, seines Körpers und seines Gemüts erfährt, ohne von GedankenströmenErinnerungenPhantasien oder starken Emotionen abgelenkt zu sein, ohne darüber nachzudenken oder diese Wahrnehmungen zu bewerten.

Achtsamkeit kann demnach als Form der Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit einem besonderen Wahrnehmungs– und Bewusstseinszustand verstanden werden, als spezielle Persönlichkeitseigenschaft sowie als Methode zur Verminderung von Leiden (im weitesten Sinne).

Historisch betrachtet ist „Achtsamkeit“ vor allem in der buddhistischen Lehre und Meditationspraxis zu finden. Im westlichen Kulturkreis ist das Üben von „Achtsamkeit“ insbesondere durch den Einsatz im Rahmen verschiedener Psychotherapiemethoden bekannt geworden. Der Begriff Achtsamkeit wird außerdem im Rahmen der Care-Ethik für eine Praxis der Zuwendung verwendet.
(aus: WIKIPEDIA)